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Die Vollwertkost

Die Vollwertkost bezeichnet in ihrem Ursprung eine vegetarische Ernährung, in der frische und unbehandelte, also naturbelassene, Nahrungsmittel verwendet werden und zu der auch reichlich Vollkornprodukte als Ersatz für die Weißmehlvarianten gehört. Erfunden wurde die Vollwertkost von Werner Kollath. Heute wird zwischen vollwertiger Ernährung, zu der auch Fleisch und Fisch als Nahrungsbestandteile gehören, und Vollwertkost im Sprachgebrauch oft keine Unterscheidung mehr getroffen.

Grundsätzlich handelt es sich hier nach der Definition der Deutschen Gesellschaft für Ernährung um eine ausgewogene Mischkost, die Fleisch und Fisch in die Ernährung mit einschließt. Auch ökologische Gesichtspunkte werden bei der Vollwertkost berücksichtigt, während die Ursprungsform der Vollwertkost auf Vollkornprodukte und Rohkost setzt.

Die Anfänge der Vollwertkost

Die Vollwertkost kam 1942 in die Ernährung, wurde aber schon zum Ende des 19. Jahrhunderts in ihren Grundzügen entwickelt. Die Naturheilkunde sowie die Lebensreform-Bewegung brachten die Revolutionierung der Ernährung um 1900 herum mit sich. Die Industrialisierung war fortgeschritten und die Menschen begannen sich mit sichtbaren Folgen zu fett, zu süß, mit zu viel Weißmehl und Gewürzen und zudem mit zu vielen Genussmitteln zu ernähren.

Während einige ernährungsbewusste Menschen nun zum Vegetarismus überwechselten, erdachte sich Kollath die Vollwertkost als Gegenmittel zur industrialisierten Fehlernährung.

Die Grundzüge der Vollwerternährung

Auch wenn nicht auf Fleisch und Fisch verzichtet werden soll, bietet die Vollwerternährung in ihren Grundzügen viele gute Ansätze für eine gesunde Ernährung. Naturbelassene Nahrungsmittel werden hier zahlreich verzehrt und auf ökologischen Anbau und Gewinnung von Fleisch wird hier besonders geachtet. Vollkornmehl wird anstelle von Weißmehl verwendet und so sind auch im Hinblick auf die Ballaststoffe optimale Bedingungen in der Ernährung geschaffen, die durch vitaminreiche Produkte ergänzt werden.

Das Müsli im Rahmen der Vollwertkost

Das Müsli wurde von Maximilan Bircher-Benner erfunden, der von 1867 - 1939 lebte und der Ansicht war, dass alle Pflanzenteile, die roh gegessen werden, für den Körper besonders wertvoll sind. So nannte er das Müsli eine Sonnenlichtnahrung, denn durch das Sonnenlicht erhalten Pflanzen seiner Meinung nach eine besondere Energiedichte.

Vollwerternährung geht auch im Alltag

Wer sich nicht komplett den Regeln der Vollwerternährung unterstellen will, sollte zumindest auf eine ausreichende Zufuhr von Gemüse und Obst und reduzierten Fleisch- und Fischkonsum setzen. Zudem sollten Weißmehl- und Vollkornmehlprodukte ersetzt werden und auf jegliche industriell herstellten Fertiggerichte verzichtet werden, um die Vollwerternährung alltagstauglich und ohne Einschränkungen umzusetzen.